Charlie ist arm und lebt mit seinen 4 Großeltern und Mom und Dad in einer winzigen, kaputten Hütte in der Stadt. Charlie hat keine Chancen in dieser Welt. Charly hat aber ein großes Herz.
Ein Wunder... ...läßt es zu, dass er in die sagenumwobene Schokoladenfabrik von Willy Wonka (gespielt von dem Depp) geladen wird. Zusammen mit vier anderen, allerdings von Zivilisation total verdorbenen Kindern: dem Dicken, der Ergeizigen, der Versnobten und dem Besserwisser. Ich verrate hoffentlich nicht zuviel: im Zuge der Fabrikführung werden diese vier zusammen mit Eltern geläutert. Nur der reines Herzens ist, bleibt übrig. Wie schön.
Die Kulisse dazu ist ganz wunderbar - eine Mischung zwischen Dickens und MTV. Den Depp finde ich ja ganz gut, die Story ist simpel, aber wirksam. Schön ist der robuste Humor und die Songs, mit denen Wonka und seine zwergenhafte Mitarbeiterschar jeweils den Untergang der einzelnen spoiled kids begleitet. Schön auch die alpen- und bayerngeschwängerte Heimat des Dicken, die mit künstlerischer Freiheit mit "Düsseldorf, Germany" unterschrieben ist.
Heftige Abzüge in der B-Note gibt es allerdings für die fiesen CDU-Hollywood-Family-Values, die am Ende und Anfang über dem Ganzen ausgegossen werden. Ein Lob der Freundschaft wäre hier passender und für den guten Charlie auch auf Dauer emanzipatorischer gewesen.
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