Mondbasis Alpha 1 Folge 2 Rückkehr der Toten

Space 1999 Mondbasis Alpha 1Gleich in Folge zwei (Mondbasis Alpha 1 Folge 2 Rückkehr der Toten / Space: 1999 - Matter of Life and Death, ein deutlich besserer englischer Titel, da es zum Teil um Antimaterie geht) wird der Schirm der Möglichkeiten in die eine Richtung ganz weit aufgespannt. Man ist kaum nach der nuklearen Katastrophe (wie hat man die eigentlich überleben können?) aus Mondbasis Alpha 1 Folge 1 Die Katastrophe aus der Umlaufbahn geschleudert worden, da trifft man bereits auf den Planeten Terra Nova, der, nomen est omen mit computergeneriertem Namen, der Erde verblüffend ähnlich scheint, wenn er nicht ganz anders wäre. Die 311-köpfige Besatzung (plus minus einige mad-cow-disease-Strahlen-oder-Magnetfeld-Opfer aus der Pilotfolge) ist so gut wie gerettet, denn der Planet bietet unbegrenzte Ressourcen zur Erhaltung menschlichen Lebens, also so etwas wie Kokosnüsse und Mangos, und er ist zudem auch noch unbewohnt, wie uns die Sensoren des Computers mitteilen, die die zwei Papageien entweder nicht registriert haben oder sie nicht für ernsthafte Bewohner des Planeten halten. Aber eigentlich geht es überhaupt nicht um den Planeten, sondern um viel mehr. Oder um viel weniger. Jedenfalls tritt als erstes der durch einen enormen Blitz (begleitet von den üblichen zick-zack-förmigen Störungen auf den Bildschirmen der Mondbasis Alpha 1) an Bord des Erkundungs-Adlers teleportierte Lee Russell in Erscheinung, der der Mannschaft zu denken gibt. Am allerwenigsten aber seiner Witwe Dr. Helena Russell, die (wie es auch Prof. Bergman und Commander Koenig später einräumen werden) "im Weltraum alles für möglich" hält. Unter anderem eben auch, dass ihr Ehemann, der seit 5 Jahren tot sein soll, plötzlich wieder bei ihr ist, auch wenn aus seinen Händen manchmal Blitze sprühen und das EEG sowie das EKG keinerlei Anzeige machen, während er angeschlossen ist. Von Lee Russell verspricht man sich einigermaßen erfolglos detaillierte Auskünfte über die Lebensumstände auf Terra Nova, doch er warnt nur inständig.

In bester Commissioner-Simmonds-Manier (wo ist der eigentlich in dieser Folge geblieben?) schlägt Commander Koenig aber alle Bedenken in den Wind und erteilt dennoch den Befehl zum Plan Exodus - und schickt eine Erkundungsmission los nach Terra Nova. Gerade mal zehn Minuten verbringt man auf Terra Nova, dann ist alles geklärt: die Damen dürfen sagen "Huii, die schönen Blumen!", Papageien räkeln sich gelangweilt in der Gegend herum, das Wasser ist rot, aber genießbar - und plötzlich brechen Sturm und Gerölllawinen los, die sich gewaschen haben. Aber nur, um einige Minuten später wieder vorüber zu sein. Der Plan zur Besiedlung dieses Planeten wird allerdings aus menschlich nachvollziehbaren, wenn auch nicht explizit genannten Gründen wieder aufgegeben.

Möglicherweise ist die Mannschaft einigermaßen enttäuscht über diesen Umstand, aber es findet hier keine demokratische Meinungsbildung statt. Das ist vielleicht aber auch gut so, weil sonst auch die breite Masse der Beteiligten ein viel zu hohes Risiko eingegangen wäre. Gottlob gibt es aber noch viele andere potentiell bewohnbare Planeten auf dem Kurs der aus der Erdumlaufbahn geworfenen Mondbasis - man muss ja nicht den nächsten besten nehmen Smile

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