War ich nur müde? Oder ist es tatsächlich so, dass bei den Rittern der Kokosnuss komische Dinge geschehen? Das scheint mir überhaupt eine ganz seltsame Adaption der Artus-Sage zu sein. Es wirkt in weiten Teilen so, als hätte man nicht genügend Geld zur Verfügung gehabt. Ein heiliger Gral ist zu finden, aber für die Pferde hat es nicht gelangt: Knechte mit Kokosnüssen müssen diese kaum hinlänglich simulieren. Das fällt auch einigen der Charaktere auf, die im Film auftreten. Die Ritter der Tafelrunde nehmen dies, bisweilen nach einiger Gegenwehr, nach und nach hin und besorgen sich selber einige solcher Knechte, die sie mit Kokosnüssen ausstatten. Das, was an Pferden so eingespart werden kann, wird dann aber in Kühe investiert, die als Wurfgeschosse dienen können. Gleichzeitig treten berühmte Historiker auf, die im Handstreich gemeuchelt werden und dann für ein überraschendes Ende des Films sorgen, den man sonst wohl gar nicht mehr zu Ende hätte führen können. Im Wesentlichen werden hier wohl auch Episoden aneinandergestoppelt, die aber kein großes Ganzes ergeben wollen oder sollen. So gibt es an den Charme mittelwertiger Pornofilme angelehnte Sequenzen auf Burg Dosenschreck (Castle Anthrax). Zum Glück muss man aber sagen, dass hier niemand gebimst wird, auch wenn Sir Galahad in arge Bedrängnis gebracht wird. Der Angriff Sir Lancelots auf eine Hochzeit ist möglicherweise ein Höhepunkt der Geschichte, auch wenn es sich dem reinen body count nach um ein ziemliches Gemetzel handelt.
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