Pärchenlüge

Der Jane Austen Book Club

EntführungDas sind 120 wortgeladene Minuten. Viele Bücher werden gelesen, viele Menschen entlieben und verlieben sich, einige entlieben und verlieben sich in die gleiche Person, manche fallen mehrmals aus größerer Höhe hin und brechen sich was, und am Ende sind fast alle zu zweit (wieder, zum ersten Mal oder zum siebten Male). Alle Charaktere werden sensibel in den ihnen eigenen Verwicklungen gezeigt. Ist Kitsch dabei? Schwer zu sagen, jedenfalls ist im eigentlichen Sinne keine "Action" vertreten, mit anderen Worten verzichtet der Film bewusst auf die Mitwirkung von Panzerfäusten oder Plastiksprengstoff. Kommt jemand zu Schaden, sieht es immer wie ein Unfall aus. Der Einsatz computergenerierter Szenen ist dem Augenschein nach sehr sparsam. Eine Ampel, die plötzlich Botschaften sendet, weiß tricktechnisch sehr zu gefallen, wobei inhaltlich die Frage ist, ob mit der dort versendeten Nachricht "Jane" nun Jane Austen als Autorin in ihrer Biografie wirklich im direkten lebensweltlichen Vergleich gemeint sein sollte. Die riskanten Attraktionen zwischen Menschen unterschiedlichen Alters und Geschlechts oder gleichen Alters und geichen Geschlechts waren nie zu simpel gestrickt (selbst die Verbindung von Mensch und Hund bleibt spannungsreich), einzig die Kompressionsartefakte in den Extras (zum Beispiel der Trailer des Bollywood-Heulers Saawariya) ließen Raum für Wünsche übrig.

Trennung mit Hindernissen

Trennung mit Hindernissen. The break-upEs gibt Filme, die es eigentlich nicht geben kann. Denn sie basieren auf einer Fiktion, die nicht funktioniert.

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