1954 - wir gewinnen endlich mal wieder was, ein Vater kehrt aus Rußland zurück und ein junges Juppiepärchen reist in journalistischem Auftrag Sepp Herberger hinterher.
Soweit die drei Linien des Films, die vor allem über den Sohn des Kriegsheimkehrers zusammengehalten werden. Das Pärchen (er: bebrillter, übereifriger SZ-Sportreporter - sie: reich) dient vor allem als comical relief.
Das ist auch notwendig, ist nämlich die deutsche Elf dem Sönke zu heilig und die Vater-Sohn Story zu wichtig. Alles anderere (inkl. des Juppiepärchens s.o.) gerät dabei mehr oder weniger zur pitoresken Kulisse:
die Schweiz, Bern, der See, die schweizer Putzfrau, die Trümmer in Essen, die Eckkneipe, die Kumpels, der Sozialismus und das Ruhrgebiet an und für sich.
Das macht aus dem "Wunder.." keinen schlechten Film, aber auch keinen, der im Gedächtnis geschweige denn im Herzen bleibt. Ab und zu ist man schon gerührt - es spielen allerdings ja auch Kinder mit. Das ist neben jungen Welpen und Delphinen (Delfinen?! no way!) immer eine Tränengarantie. Keine Angst: es kommen weder Hunde noch Meeressäuger vor. Und die Kaninchen, ja äh... ich will mal nichts veraten.
Fazit:
Man bekommt einen Eindruck, dass Spätkriegsheimkehren ziemlich beschissen war, die deutsche Elf noch mit einer sehr robusten Fan-Mentalität zu kämpfen hatte (aus einer Fanpost nach einer Niederlage: "Man solle Herberger an den Füßen auspeitschen und hängen...") und Väter und Söhne ab und zu mal was zusammen machen sollten.
Der Herbergerrismus"Der Ball ist rund und ein Spiel dauert neunzig Minuten" stammt übrigens von der schweizer Putzfrau.
Kommentare
Komm, jetzt auch noch einen
Komm, jetzt auch noch einen über den Untergang
"By Grabthar's Hammer - what a savings!"
Kapitulation
Kenn leider nur das Bunkerlied von Walter Moers.
Let's go again.
Faster, Pussycat, kill, kill!
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